Integration durch Vielfalt

    Integration durch Vielfalt



Das Stichwort „Integration“ ist in aller Munde und zur wichtigen (Querschnitts-)Aufgabe in Praxis, Politik und Verwaltung geworden. Es gibt kaum ein Arbeitsfeld, das nicht davon betroffen ist. Ob in Schule, Jugendarbeit, Verwaltung oder in Unternehmen, Integration rückt nicht nur in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund oder Behinderung immer stärker ins Zentrum des Handelns.

Allgemein wird Integration verstanden als das Herstellen
- einer Wertgemeinsamkeit unter Einbeziehung von Gruppen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten, oder
- einer Lebens-, Arbeits- und Lerngemeinschaft unter Einbezug von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen von dieser ausgeschlossen und teilweise in eigenen Gruppen zusammengefasst waren.

Integration hebt den Zustand der Exklusion und der Separation auf. Integration beschreibt einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens.

Der Prozess der Integration besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung. Im kulturellen Kontext verlangt Integration, im Gegensatz zur Assimilation, nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.

In Fürstenwalde gibt es einen wachsenden Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, was sich nicht zuletzt auch an den Schulen widerspiegelt. Mit dem Projekt „Integration durch Vielfalt“ möchten verschiedene Kooperationspartner ihre Erfahrungen und Kompetenzen in der Integrations- und Gemeinwesenarbeit bündeln und den Lebensraum Fürstenwalde - Mitte für und mit seinen Bewohnern gestalten. Gemeinsam sollen neue zielgruppenspezifische Angebote mit den in- und ausländischen Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt und umgesetzt werden.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit der 2. Grundschule „Theodor Fontane“, die den höchsten Anteil der in Fürstenwalde lebenden Kinder aus Migrantenfamilien, besonders aus arabischen Länder, beschult, mit steigender Tendenz. Die Schulleitung beobachtet diese Entwicklung seit 10 Jahren und führt spezielle Integrationsprojekte in Zusammenarbeit mit JuSeV und anderen Trägern durch.